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Reality-Check · KI-Agenten & Agentic AI

KI-Agenten:Neu ist nur das Wort.

Der Begriff hat sich seit 2023 um das Hundertfache ausgebreitet. Die Verfahren dahinter nicht — sie stehen seit 2022 in der Literatur, breit zitiert und gut belegt.

Urteil
Bekannt
Die Grundmuster sind seit 2022 publiziert. Neu sind ihre Leistungsfähigkeit, ihre Verfügbarkeit — und die Vermarktung.
Worum es geht

Was ist ein KI-Agent?

Ein normaler Chatbot antwortet. Ein KI-Agent handelt: Er darf Werkzeuge benutzen — eine Datenbank abfragen, eine Mail verschicken, eine Rechnung anlegen — und entscheidet selbst, welches wann. Im Markt heißt das Agentic AI, KI-Agenten oder autonome Assistenten.

Fast jeder Softwareanbieter hat seit 2025 etwas „Agentic“ im Angebot. Dieser Artikel prüft eine einzige Frage: Steht hinter dem Begriff eine neue Technologie — oder ein neuer Name für Bekanntes? Wir haben 602.340 wissenschaftliche Arbeiten daraufhin abgefragt, wann das Wort auftauchte und wann die Verfahren, die es beschreibt.

So lesen Sie diesen Text · vier Belegarten

Verifiziert Steht so in einer Primärquelle oder ist exakt aus unseren Daten ableitbar. Bei automatisch klassifizierten Feldern bezieht sich das ✓ auf den Datensatz, nicht auf die Welt.
Berichtet Jemand behauptet es. Wer, steht im Satz. Nicht selbst geprüft.
Einordnung Unsere Ableitung. Die zugrunde liegende Regel steht immer dabei.
Leerstelle Wissen wir nicht. Wird angezeigt statt gefüllt.
01 · Kernbefund

Das Wort wächst schneller als die Sache.

Was die Daten zeigen

Die fünf meistzitierten Arbeiten, die das Wort „agentic“ verwenden, sind keine Agenten-Forschung. Es sind Modell-Ankündigungen — technische Berichte zu Produktveröffentlichungen, die den Begriff mitführen.

Das ist der Befund, der uns beim Auswerten überrascht hat. Wir hatten erwartet, an der Spitze der Zitationsliste Agenten-Architekturen zu finden. Dort stehen stattdessen Gemini 2.5 mit 2.846 Zitationen ✓, Qwen3-VL mit 1.838 ✓, gpt-oss mit 1.105 ✓ und InternVL3.5 mit 908 ✓ und Kimi K2 mit 850 ✓. Alle fünf sind Veröffentlichungsberichte zu Sprachmodellen.

Die eigentliche Agenten-Forschung liegt mehrfach darunter — beim Spitzenreiter um Faktor vier: AgentBench 706 ✓, ChatDev 498 ✓, der große Übersichtsartikel 673 ✓.

Papiere mit dem Wort „agentic“
5.538
davon 3.131 allein im 1. Halbjahr 2026
Wachstum 2023-H1 → 2026-H1
783×
von 4 auf 3.131 Treffer pro Halbjahr
ohne Vergleich zu anderen Begriffen
Ältestes Grundmuster
Okt 2022
ReAct — Denken und Handeln verschränkt
arXiv:2210.03629 · 2.196 Zit.
Im Datensatz mit Code
17,7 %
982 von 5.538 klassifiziert · Abschnitt 04
02 · Literatur-Verlauf

Erst die Technik. Dann, viel später, das Wort.

Papiere pro Halbjahr · arXiv cs.AI/LG/CL/CV/RO
Werkzeugnutzung LLM-Agenten Das Wort „agentic“
2016-H1
1 · erstes Papier zur Werkzeugnutzung
2018–2022
35 · Werkzeugnutzung (5 Jahre)
3 · das Wort
2023-H1
15
10 · erste LLM-Agenten-Arbeiten
4
2023-H2
37
51 · ChatDev, AgentBench, ToolLLM
7
2024-H1
66
188
35
2024-H2
90
230
153
2025-H1
184
482
574 · das Wort überholt
2025-H2
376
666
1.369
2026-H1
849
1.494
3.131

Balkenbreite = 1 px je 4 Papiere. 2026-H2 ist unvollständig (Datenstand 23.07.2026) und deshalb nicht abgebildet. Begriffssuche in Titel und Abstract, Tokengrenzen — keine Teilwort-Treffer. Die drei Mengen überschneiden sich. Abfrage: 26.07.2026.
Daten als JSON · als CSV — nachrechnen erwünscht.

Der Verlauf zeigt drei Fäden, die zu unterschiedlichen Zeiten beginnen. Werkzeugnutzung ist der älteste ✓ — 2016 in der Literatur, dann ein Jahrzehnt stetiges Wachstum. LLM-Agenten als eigenes Feld starten Anfang 2023 ✓.

Und das Wort? Vereinzelte Treffer gibt es schon ab 2016 — das starke Wachstum setzt aber 2023 ein, bei vier Arbeiten pro Halbjahr. Im ersten Halbjahr 2026 sind es 3.131. Damit erscheint der Begriff häufiger als die beiden von uns untersuchten Technikbegriffe zusammen ✓ — auch wenn sich die Mengen überschneiden und einzelne Arbeiten mehrfach zählen.

Ob „agentic“ der am schnellsten wachsende Begriff der KI-Forschung insgesamt ist, sagen unsere Daten nicht ○ — dafür hätten wir gegen alle Begriffe prüfen müssen, nicht gegen zwei.

03 · Die Verfahren

Drei Bausteine und ein Prüfrahmen — alle vor 2024 publiziert.

Wenn ein Anbieter „agentic“ sagt, meint er in der Regel eine Kombination aus drei Architekturmustern. Dazu kommt ein Prüfrahmen — der ist kein Bestandteil des Agenten, aber ohne ihn wissen Sie nicht, ob er funktioniert. Alle vier sind älter als die heutige Verbreitung des Begriffs.

Muster 1 · Denken und Handeln verschränken

ReAct beschreibt im Oktober 2022 das Grundmuster ✓: Das Modell überlegt, führt eine Aktion aus, liest das Ergebnis, überlegt weiter. Mit 2.196 Zitationen ist es die meistzitierte echte Agenten-Arbeit in unserer Auswertung — drei Jahre vor dem Hype.

Muster 2 · Werkzeuge anbinden

ToolLLM zeigt im Juli 2023, wie ein Modell mit über 16.000 Schnittstellen umgeht ✓. Als Suchbegriff reicht „tool use“ in unserem Bestand bis 2016 zurück ✓ — ob jene frühen Arbeiten inhaltlich dem heutigen Verständnis von Werkzeugnutzung entsprechen, haben wir nicht geprüft: Der belastbare Anker für das heutige Muster ist ToolLLM von 2023.

Muster 3 · Mehrere Agenten zusammenarbeiten lassen

ChatDev lässt im Juli 2023 mehrere Agenten gemeinsam Software bauen ✓ — jeder mit einer Rolle. Das Muster, das heute als „Multi-Agent-Orchestrierung“ verkauft wird, ist damit drei Jahre alt.

Prüfrahmen · Messen, ob es funktioniert

AgentBench liefert im August 2023 den ersten breiten Prüfstand ✓, τ-bench folgt 2024 mit realistischeren Aufgaben ✓. Dass Agenten messbar sind, ist also seit drei Jahren geklärt — die Ergebnisse sind es, die selten mitgeliefert werden.

Einordnung ○

„Agentic“ ist kein Produktmerkmal, sondern ein Sammelbegriff. Fragen Sie einen Anbieter, welches der vier Verfahren er konkret einsetzt — und lassen Sie sich die Messwerte für Ihren Anwendungsfall zeigen. Eine Antwort, die nur den Oberbegriff wiederholt, ist kein gutes Zeichen.

Die gute Nachricht daraus: Weil die Grundmuster nicht neu sind, gibt es Literatur, Prüfstände und Erfahrungswerte. Sie kaufen keine unerprobte Grundidee — der produktive Einsatz in Ihren Systemen kann trotzdem ein Experiment sein. Rechteverwaltung, Fehlhandlungen, Integrationen und Eskalationswege sind pro Betrieb neu, egal wie alt das Muster ist.

Angewandte Regel
Ein Begriff, dessen meistzitierte Vorkommen Produktankündigungen sind und nicht Fachbeiträge, wird im Markt vor allem als Etikett getragen — unabhängig davon, wie gut die darunterliegende Technik ist.
Belegt durch
Zitationsranking der 5.538 „agentic“-Treffer · arXiv:2210.03629 · 2307.16789 · 2307.07924 · 2308.03688
04 · Gegenprobe

Was sich sehr wohl geändert hat.

Eine These, die nur in eine Richtung argumentiert, ist keine Prüfung. Deshalb hier der Einwand gegen unsere eigene Überschrift — er hat Substanz.

Dass die Grundmuster alt sind, heißt nicht, dass sich zwischen 2022 und 2026 nichts getan hätte. Verändert haben sich unter anderem: die Zuverlässigkeit beim Aufruf von Werkzeugen, die Länge des verarbeitbaren Kontexts, die Kosten pro Anfrage, die Verfügbarkeit standardisierter Schnittstellen und die Qualität der Modelle selbst.

Bekannte Bausteine können durch bessere Leistungswerte erstmals praktisch nutzbar werden ○. Ein Muster, das 2022 in einem Forschungsaufbau funktionierte und 2026 in einem Betriebsprozess funktioniert, hat einen realen Sprung hinter sich — auch wenn die Grundidee dieselbe blieb.

Die präzise Fassung unserer Überschrift lautet deshalb: Neu sind nicht die Grundmuster. Neu sind ihre Leistungsfähigkeit, ihre Verfügbarkeit und ihre Vermarktung. Für eine Kaufentscheidung ändert das die Frage — von „ist das ausgereift?“ zu „ist das für meinen Prozess ausgereift?“.

Was wir dazu nicht gemessen haben

Wie stark hat sich die Zuverlässigkeit von Werkzeugaufrufen seit 2022 verbessert?
Wir haben Begriffshäufigkeiten ausgewertet, keine Benchmark-Ergebnisse über die Zeit.
05 · Die unbequeme Quote

Viele messen. Wenige liefern den Code mit.

Dieselbe Prüfung wie im Reality-Check zu KI-Loops, angewandt auf die Agenten-Literatur. Wichtig ist die genaue Frage: Wie viele Arbeiten sind in unserem Datensatz als empirisch klassifiziert — und bei wie vielen ist dort ein Code-Verweis hinterlegt?

„agentic“
17,7 %
982 von 5.538 mit Code-Verweis
4.801 als empirisch klassifiziert
LLM-Agenten
19,8 %
640 von 3.235 mit Code-Verweis
3.058 als empirisch klassifiziert
Werkzeugnutzung
20,1 %
349 von 1.732 mit Code-Verweis
1.567 als empirisch klassifiziert

Warum hier eine Spanne steht und keine Zahl

Die naheliegende Aussage wäre: „Vier von fünf Arbeiten messen, ohne Code zu liefern.“ Sie lässt sich aus diesen Zahlen nicht ableiten. Wir kennen zwei Randwerte — wie viele empirisch sind und wie viele Code haben — aber nicht ihre Schnittmenge. Möglich wäre, dass alle 982 Code-Arbeiten empirisch sind. Möglich wäre auch das Gegenteil.

Was sich exakt bestimmen lässt, sind die Grenzen. Bei 5.538 Treffern, davon 4.801 empirisch und 982 mit Code, liegt die Zahl der Arbeiten, die empirisch sind und keinen Code führen, zwischen 3.819 und 4.556:

Rechenweg

Obergrenze  4.801 − max(0; 4.801 + 982 − 5.538) = 4.801 − 245 = 4.556
Untergrenze  4.801 − min(4.801; 982)     = 4.801 − 982 = 3.819

Zwischen 69 und 82 Prozent der „agentic“-Treffer sind als empirisch klassifiziert und führen keinen Code-Verweis ✓. Für LLM-Agenten liegt die Spanne bei 75 bis 80 Prozent, für Werkzeugnutzung bei 70 bis 80. Alle drei landen im selben Band — das ist die belastbare Aussage. Den exakten Wert liefern wir nach, sobald die Kreuzabfrage läuft:

Und was daraus nicht folgt: Ein fehlender Code-Verweis heißt nicht, dass eine Arbeit ihre Messmethode verschweigt. Datensatz, Prüfstand, Metrik und Versuchsaufbau können im Papier vollständig beschrieben sein. Es heißt auch nicht, dass niemand das Ergebnis nachgebaut hat — andere Gruppen können eine Methode aus der Beschreibung implementiert haben, und Code kann außerhalb der von uns erfassten Felder liegen.

Einordnung ○

Für eine Kaufentscheidung heißt das: Verlangen Sie einen Testlauf auf Ihren eigenen Daten, nicht eine Benchmark-Zahl aus einer Folie. Öffentliche Prüfstände wie AgentBench und τ-bench existieren seit Jahren — sie passen allerdings nicht auf jeden Anwendungsfall. Ein eigener, auf Ihren Prozess zugeschnittener Test ist oft aussagekräftiger. Entscheidend ist, dass überhaupt gemessen wird und dass Sie das Ergebnis sehen.

Angewandte Regel
Ohne hinterlegten Code ist eine unabhängige Reproduktion erheblich aufwendiger — und für einen Entscheider nicht unmittelbar prüfbar. Das sagt nichts darüber aus, ob das Ergebnis stimmt.
Belegt durch
Eigene Auswertung, 10.505 Treffer in drei Abfragen · Datenstand 23.07.2026 · Schnittmengen als Schranken, nicht als Punktwerte
06 · Methode

Wie diese Zahlen entstanden sind.

Wer Belege verlangt, muss sein eigenes Verfahren offenlegen — auch dort, wo er es selbst nicht vollständig belegen kann.

Methodenblatt
Datenbasis
602.340 arXiv-Arbeiten aus cs.AI, cs.LG, cs.CL, cs.CV, cs.RO · 01.04.2007 bis 23.07.2026 · 11,6 Mio. Referenzkanten
Suchverfahren
Begriffssuche in Titel und Abstract — nicht im Volltext. FTS5 mit Tokengrenzen (unicode61), daher keine Teilwort-Treffer. Suchbegriffe: agentic · llm agent | llm agents | language model agent · tool use | tool-use | function calling | tool calling
Wichtigste Einschränkung
Wir zählen Vorkommen des Begriffs, nicht Themen. Eine Arbeit, die „agentic“ nur beiläufig erwähnt, zählt genauso wie eine, die davon handelt. Anteil der Arbeiten, die tatsächlich Agenten behandeln: Genau das stützt allerdings den Kernbefund: Der Begriff reist mit.
Überschneidungen
5.538 + 3.235 + 1.732 = 10.505 Treffer in drei Abfragen, nicht 10.505 verschiedene Arbeiten. Anteil der Mehrfachtreffer:
Zitationen
Referenzkanten innerhalb dieses Bestands. Zitate aus Arbeiten außerhalb fehlen — die tatsächliche Zitationszahl liegt höher. Kein Google-Scholar-Wert.
Code-Erkennung und „empirisch“
Felder llm_has_code und llm_is_empirical, befüllt durch eine LLM-gestützte Auswertung von Abstract und Metadaten. Nicht manuell validiert. Erwartete Fehlerquote: · Aussagen auf Basis dieser Felder beschreiben den Datensatz, nicht die Publikationsrealität.
Schnittmengen
Für die Kombination „empirisch und ohne Code“ liegt keine Kreuzabfrage vor. Angegeben sind deshalb die aus den Randwerten exakt ableitbaren Ober- und Untergrenzen, keine Punktwerte.
Papier-Rollen
Die Einstufung als „Modell-Bericht“, „Agenten-Forschung“, „Prüfstand“ oder „Übersicht“ ist unsere Einordnung, keine Angabe der Autoren und kein Metadatenfeld.

Die Wachstumszahl trägt als Größenordnung, nicht als Punktwert ○. Ob 700-fach oder 783-fach — die Aussage bleibt: Der Begriff ist in drei Jahren von einer Randnotiz zur beherrschenden Vokabel dieses Themenfelds geworden, während die Grundmuster dahinter deutlich älter sind. Ein Ranking gegen alle Begriffe der KI-Forschung haben wir nicht erstellt:

07 · Für die Praxis

Fünf Fragen an jeden Agenten-Anbieter.

Diese Fragen trennen ein Produkt von einem Etikett. Sie folgen direkt aus den Belegen oben.

Prüfliste ○
  1. 01   Welches der drei Muster setzen Sie ein — verschränktes Denken-Handeln, Werkzeugnutzung oder Mehr-Agenten-Aufteilung? „Alle“ ist keine Antwort.
  2. 02   Wie messen Sie, ob es funktioniert — auf einem öffentlichen Prüfstand wie AgentBench oder τ-bench, oder auf einem Test für unseren Prozess? Und mit welcher Erfolgsquote?
  3. 03   Was passiert, wenn der Agent eine Aktion falsch ausführt — eine Mail an den falschen Kunden, eine Buchung auf das falsche Konto? Wer merkt es, wann?
  4. 04   Welche Rechte bekommt der Agent in unseren Systemen — lesend, schreibend, löschend? Und wie werden sie entzogen?
  5. 05   Läuft ein Testbetrieb auf unseren echten Daten, bevor Budget freigegeben wird?
Angewandte Regel
Frage 01 und 02 folgen aus den Belegen dieses Artikels. 03 bis 05 sind Betriebserfahrung — sie stehen so nicht in der ausgewerteten Literatur.
08 · Was wir nicht wissen

Vier Antworten, die wir nicht geben.

Diese Fragen entscheiden über den Erfolg eines Agenten-Projekts. Unsere Daten beantworten sie nicht — deshalb stehen sie offen statt gefüllt.

Leerstellen

Wie viele der 5.538 Arbeiten handeln tatsächlich von Agenten?
Wir zählen Begriffsvorkommen, nicht Themen. Eine Themenklassifikation liegt nicht vor.
Wie hoch ist die Fehlerquote von KI-Agenten im echten Betrieb?
Prüfstände messen Laborbedingungen. Betriebsdaten aus Unternehmen sind nicht öffentlich.
Was kostet ein Agenten-Projekt im Mittelstand?
Keine belastbare Spanne aus unseren Quellen. Hängt an Integrationstiefe und Anzahl der Systeme.
Ab wann lohnt sich ein Agent gegenüber einer klassischen Automatisierung?
Keine Studie in unserem Bestand vergleicht beides nach Aufwand und Nutzen.

Gerade die letzte Frage ist in der Praxis die teuerste ○ — weil ein gut gebautes Skript oft billiger und zuverlässiger ist als ein Agent. Das lässt sich nur am konkreten Prozess entscheiden, nicht aus einem Datensatz.

Ihren Prozess bewerten lassen  DoWell UG · Hamburg

09 · Belege

Alle Quellen dieses Artikels.

arXiv-IDTitelDatumRolleZit.
2507.06261 Gemini 2.5: Pushing the Frontier with Advanced Reasoning, Multimodality, Long Context 2025-07-07Modell-Bericht2.846
2210.03629 ReAct: Synergizing Reasoning and Acting in Language Models 2022-10-06Agenten-Forschung2.196
2511.21631 Qwen3-VL Technical Report 2025-11-26Modell-Bericht1.838
2508.10925 gpt-oss-120b & gpt-oss-20b Model Card 2025-08-08Modell-Bericht1.105
2508.18265 InternVL3.5: Advancing Open-Source Multimodal Models in Versatility, Reasoning, Efficiency 2025-08-25Modell-Bericht908
2507.20534 Kimi K2: Open Agentic Intelligence 2025-07-28Modell-Bericht850
2307.16789 ToolLLM: Facilitating Large Language Models to Master 16000+ Real-world APIs 2023-07-31Agenten-Forschung803
2308.03688 AgentBench: Evaluating LLMs as Agents 2023-08-07Prüfstand706
2309.07864 The Rise and Potential of Large Language Model Based Agents: A Survey 2023-09-14Übersicht673
2307.07924 ChatDev: Communicative Agents for Software Development 2023-07-16Agenten-Forschung498
2406.12045 τ-bench: A Benchmark for Tool-Agent-User Interaction in Real-World Domains 2024-06-17Prüfstand493
2502.12110 A-MEM: Agentic Memory for LLM Agents 2025-02-17Agenten-Forschung460
2308.11432 A Survey on Large Language Model based Autonomous Agents 2023-08-22Übersicht314
1604.05393 An Adaptive Learning Mechanism for Selection of Increasingly More Complex Systems 2016-04-19Ältester Treffer · inhaltlich ungeprüft
BrunoSan arXiv Eigene Auswertung über 602.340 Arbeiten · Begriffssuche mit Tokengrenzen · Zitationen aus 11,6 Mio. aufgelösten Referenzkanten 2026-07-26Eigene Erhebung

„Rolle“ ist unsere Einordnung des Papiertyps, keine Angabe der Autoren. Zitationszahlen sind Referenzkanten innerhalb des BrunoSan-Bestands, nicht Google-Scholar-Werte.

10 · Offene Fragen

Was Leser dazu meistens fragen.

Heißt „bekannt“, dass KI-Agenten Unsinn sind?
Nein — im Gegenteil. Das Urteil sagt: Die Verfahren sind erprobt und belegt, nicht experimentell. Das ist ein Argument für den Einsatz. Es ist nur kein Argument für einen Neuheitsaufschlag im Angebot.
Was unterscheidet einen Agenten von einem Chatbot?
Ein Chatbot antwortet. Ein Agent handelt: Er ruft Systeme auf, schreibt Daten, löst Vorgänge aus — und entscheidet dabei selbst über die Reihenfolge. Damit steigt der Nutzen, aber auch das Risiko: Eine falsche Antwort kostet Zeit, eine falsche Aktion kostet Geld.
Warum sind Modell-Ankündigungen ein Problem für die Statistik?
Sie sind kein Problem für die Statistik, sondern der Befund selbst. Dass die meistzitierten „agentic“-Arbeiten Produktveröffentlichungen sind, zeigt: Der Begriff wandert mit dem Marketing, nicht mit der Forschung. Fachlich relevante Agenten-Arbeiten liegen bei einem Bruchteil der Zitationen.
Sollten wir dann lieber warten?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Belegt ist: Die Bausteine existieren seit 2022/2023 samt öffentlichen Prüfständen. Ob sich ein Agent für einen konkreten Prozess lohnt — oder ein klassisches Skript billiger und zuverlässiger ist — hängt an Ihrem Prozess. Siehe Abschnitt 07.
Ist dieser Text mit KI erstellt?
Ja, teilweise. Die Auswertung läuft automatisiert über die BrunoSan-Pipeline, die Formulierung entsteht mit KI-Unterstützung. Jede faktische Aussage trägt ihren Beleg, jede Einordnung nennt die zugrunde liegende Regel. Verantwortlich für Auswahl, Einordnung und Veröffentlichung ist Oliver Welling.
Woher diese Auswertung kommt

Diese Zahlen stammen nicht aus einer Suchmaschine. Sie stammen aus 602.340 wissenschaftlichen Arbeiten, die bei uns als einzelne Objekte vorliegen — jedes mit eigener ID, verknüpft über 11,6 Millionen Referenzkanten. Deshalb können wir sagen, wann ein Begriff zum ersten Mal auftauchte, wie er sich ausgebreitet hat und welche Art von Arbeit ihn trägt. Ein reiner Stichwortindex ohne Objekt- und Zitationsgraph kann das nicht.

Dieselbe Technik, angewandt auf Ihre Dokumente: Atomizer macht Verträge, Rechnungen und Protokolle über Nacht zu abfragbaren Objekten. BrunoSan Assistant beantwortet Fragen darauf — mit Quelle zur Originalstelle, nicht mit einer plausiblen Formulierung. Den arXiv-Bestand selbst gibt es als MCP-Server für eigene Agenten.

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