Laut einem Bericht will DeepSeek die Ascend-Chips nicht nur für den Betrieb, sondern auch für das Training seines V5-Modells einsetzen. Der Bericht beschreibt das Training als rechenintensiven Prozess.
Der gemeldete Schritt erweitert die Rolle der Ascend-Chips über den laufenden Betrieb hinaus. Das Training eines neuen Modells gilt als rechenintensiver als die Inferenz, die die Chips bislang vor allem gestemmt haben. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt der berichteten Hardware-Nutzung: von der Inferenz hin zum Training. Das ist ein größerer Schritt als die bisherige Arbeitsteilung, in der die Chips vor allem den Betrieb tragen.
Vom Betrieb zum Training
Technode zufolge wäre der Einsatz der Ascend-Chips für das V5-Training ein weiterer Schritt in DeepSeeks Adoption chinesischer KI-Hardware. Zuvor hatte DeepSeek dem Bericht nach daran gearbeitet, seine Software-Infrastruktur an inländische Prozessoren anzupassen. Der gemeldete Schritt wirkt damit weniger wie ein Bruch als wie die Fortsetzung einer bereits begonnenen Anpassung.
Der Bericht bezeichnet V5 als Modell der nächsten Generation. Für ein solches Modell wäre der Trainingseinsatz der Ascend-Chips der nächste Grad der Anpassung an inländische Prozessoren.
Fortsetzung der Anpassung
Belastbar ist bislang nur die Existenz des Berichts, nicht der Plan selbst. Das STAR Market Daily stützt sich bei seiner Meldung vom 3. November auf mehrere Branchenquellen, wie Technode berichtet. Damit steht hinter der Nachricht keine offizielle Ankündigung von DeepSeek, sondern eine Medienrecherche mit anonym bleibenden Gewährsleuten.
Einordnen lässt sich der Schritt nur im Zusammenhang mit früheren Arbeiten: Technode zufolge hatte DeepSeek seine Software-Infrastruktur bereits an inländische Prozessoren angepasst, bevor das V5-Training zum Thema wurde. Der berichtete Chip-Einsatz für das Training wäre also kein Sprung ins Unbekannte, sondern eine Fortsetzung dieser Anpassung auf der rechenintensiveren Stufe.
Ob DeepSeek den Plan tatsächlich umsetzt, bleibt offen.
