Kundin Hezha Guimond wollte Sana bereits vor der Veranstaltung und soll die Lösung 2027 erhalten. Computer Weekly zufolge verbirgt sich hinter dem Namen Workday Home eine Oberfläche, in der Fachkräfte natürliche Sprache nutzen, um Aufgaben zu erledigen und Entscheidungen zu treffen. Laut Workday sind 17 Agenten in Produktion gegangen, darunter ein Talent Acquisition Agent, der qualifizierte Kandidaten sucht und Interviewtermine koordiniert, sowie ein Developer Agent, mit dem IT-Fachkräfte Anwendungen und Workflows per natürlichsprachlicher Eingabe erzeugen können. Das klingt nach mehr als einem Chatfenster, und genau deshalb hat Guimond offenbar nicht auf den Verkaufsstart gewartet.
Agenten sollen in den Arbeitsalltag rücken
Bhusri zufolge lautete das Thema der Konferenz „Show, not tell“ – die meisten gezeigten Produkte seien bereits in Produktion und nicht nur im Labor. Computer Weekly berichtet, Workday habe Sana Concierge vorgestellt, einen neuen HR- und IT-Service-Agenten, der Mitarbeiteranfragen vom Onboarding über Urlaub bis zum Passwort-Zurücksetzen auflöst, bevor daraus Tickets werden. Laut Bhusri sollen repetitive Aufgaben von Teams abgeladen werden, damit diese sich auf Urteilsvermögen, Kreativität und Führung konzentrieren können – Dinge, die nur Menschen tun können.
Arnold zufolge ist die Art, wie Workday Agenten bereitstellt, eine Weiterentwicklung gegenüber dem Vorjahr: weg von einem chat-artigen Schnittstellen-Agenten, hin zu etwas, das stärker in den natürlichen Geschäftsbetrieb eingebunden ist. Sana Concierge macht diesen Unterschied greifbar: Statt dass Beschäftigte ein Support-Formular ausfüllen und auf eine Ticketnummer warten, soll der Agent die Anfrage im Ablauf selbst klären.
Ob das mehr als eine schönere Oberfläche ist, zeigt sich daran, ob der Agent Aufgaben tatsächlich übernimmt – und nicht nur Fragen beantwortet.
Mensch und KI – und eine leanere Organisation
Gerrit Kazmaier, President of Product and Technology bei Workday, sagte in der Keynote, die meisten Schlagzeilen zeichneten ein weit weniger harmonisches Bild vom Aufstieg agentischer KI, in dem KI Menschen nicht verstärke, sondern ersetze. Computer Weekly gegenüber begründete Bhusri die Kürzungen damit, dass es in einigen Teilen der Entwicklungsorganisation zehn Ebenen zwischen ihm und dem Entwickler gegeben habe. Die Mitwirkenden selbst hätten gesagt, sie könnten wegen zu vieler Genehmigungsebenen nichts erledigen.
Laut Computer Weekly räumte Bhusri ein, dass Arbeitsplätze sich verändern und in Fähigkeiten und Rollen neu definiert werden, die sich stark von der Zeit vor KI unterscheiden. Auf die Frage, wie die Organisation in zwölf Monaten aussehen könnte, antwortete Bhusri: „Leaner, faster.“ Zwischen „Mensch und Agent Seite an Seite“ und einer leaneren Organisation liegt kein Widerspruch, aber eine offene Frage: Wer nach dem Umbau noch Seite an Seite arbeitet, sagt Bhusri nicht.
