Blackstone rechnet laut einem Bericht der Financial Times nach dem Börsengang von Anthropic mit einem „hohen“ Junk-Rating. Der Ankerinvestor des KI-Labors hat diese Erwartung den Investoren eines kürzlich abgeschlossenen 63-Milliarden-Dollar-Deals zur Finanzierung von Anthropics Chips mitgeteilt. Wer 63 Milliarden Dollar für Chips aufbringt, darf sich über die Frage nach der Kreditwürdigkeit nicht wundern.
Ein hohes Junk-Rating steht für die oberste Stufe des spekulativen Bereichs.
Warum Investoren nervös werden
TechCrunch zufolge hat Anthropic in den vergangenen zwölf Monaten große Compute-Power-Deals abgeschlossen und dafür erheblich Geld ausgegeben, was Investoren beunruhigt hat. Ein hohes Junk-Rating verteuert die Aufnahme von Geld für Anthropics umfangreiche Ausgaben, die sein Geschäft tragen.
Der Bruch mit der früheren Erwartung
Noch vor wenigen Monaten klang die Sache anders: Der Financial Times zufolge hatte Blackstone zuvor das Gegenteil angegeben – der Hersteller von Claude werde vor 2027 ein Investment-Grade-Rating erhalten, das geringes Risiko für Kreditgeber anzeigt.
Beide Angaben stammen aus derselben Quelle: Die Financial Times notiert die frühere Investment-Grade-Erwartung, TechCrunch gibt den aktuellen Bericht wieder. Ob Blackstone die Prognose selbst korrigiert hat oder ob sich die Einschätzung der Ratingagenturen geändert hat, geht aus den Belegen nicht hervor.
Eine Prognose mit Folgen, aber ohne Bestätigung
TechCrunch hat Anthropic und Blackstone um eine Stellungnahme gebeten; beide lehnten ab.
Damit bleibt offen, ob Blackstone seine frühere Investment-Grade-Erwartung selbst korrigiert hat oder ob sich die Einschätzung der Ratingagenturen geändert hat. Bekannt ist nur die Prognose im Double-B-Bereich nach dem Börsengang, keine bestätigte Ratingentscheidung.
