Die 620 Millionen US-Dollar der Series-D-Runde tragen eine Bewertung von etwa 2,9 Milliarden US-Dollar. Zu den erneut beteiligten Geldgebern zählen NAVER über NAVER Ventures, DSC Investment, KDB Capital, KDB, Nextrans und Kakao Investment. Damit sitzt ein Teil des Kapitals bei Akteuren, die schon vor dieser Runde dabei waren.

Wer die Geldgeberliste liest, sollte also wissen, auf welcher der beiden Fassungen sie beruht.

Vom Kapital zur Chipkapazität

Mit dem Geld verbindet FuriosaAI konkrete Vorhaben: Samsung SDS hat laut dem Unternehmen ein NPU-as-a-Service-Angebot auf Basis des RNGD gestartet, und LG-Gesellschaften setzen den Beschleuniger in lokalen Hybrid-Cloud-Systemen ein. Briefs zufolge sind die Chips zudem beim koreanischen KI-Startup Upstage im Einsatz. Das sind Kunden und Partner, die schon jetzt auf die Karte setzen – kein Beweis für die geplante Stückzahl, aber ein Beleg dafür, dass der RNGD nicht nur auf dem Papier existiert.

Von den 620 Millionen US-Dollar kamen nach Angaben von FuriosaAI 110 Millionen aus dem Ausland. Infinitum war dabei der größte Geldgeber außerhalb Südkoreas. Die Runde ist also nicht nur ein koreanisches Staatsprojekt mit Anhängsel, sondern hat internationales Kapital angezogen.

Finanzierung ist nicht Vollzug

Zwischen angekündigter Stückzahl und tatsächlich gefertigter Karte liegt die ganze Kette aus Speicher, Fertigung und Abnahme – und über deren Stand sagt das Material nichts.

Dataphoenix zufolge will FuriosaAI mit dem Geld die RNGD-Produktion ausweiten und einen Beschleuniger der dritten Generation für KI-Inferenz entwickeln.