Laut TechCrunch ist Muse darauf ausgelegt, alltägliche Aufgaben zu erledigen, indem er sich mit Apps und Diensten der Nutzer verbindet, darunter E-Mail und Kalender. Der Agent soll bei Terminplanung und Einkäufen helfen und nach Darstellung des Unternehmens langfristige Ziele in Aktionspläne umwandeln, wie AP ergänzt.

Muse muss dabei nicht bei kleinen Schritten bleiben: Laut AP kann er auch größere, langfristige Ziele verfolgen, etwa einen einjährigen Trainingsplan erstellen oder ein neues Unternehmen aufbauen. Damit verschiebt sich der Anspruch vom Antworten zum Ausführen: Der Assistent tritt als Auftragnehmer auf, nicht als Auskunftsdienst.

Der Agent bekommt Zugriff

Laut TechCrunch soll Muse auf den gesamten Shopify-Produktkatalog agentisch zugreifen und über Link by Stripe sowie inzwischen auch Shop Pay nahezu alles im Internet kaufen; mit PayPal habe Meta die Zahlungsunterstützung zudem ausgeweitet. Dazu kommen Verbindungen zu den Einzelhandels-Apps, zu Expedia und bald zu Instacart, außerdem GitHub, Granola und Notion. Das ist ein anderer Anspruch als der eines Assistenten, der nur Vorschläge macht: Hier soll ein Agent Bestellungen auslösen und Konten bewegen.

Wer die Muse-App nutzt, sieht laut CNBC einen Feed mit Updates aus den verbundenen Facebook- und Instagram-Konten oder mit Artikeln und Geschichten aus dem Web – je nachdem, was er aggregieren und zusammenfassen lässt. Damit sitzt der Agent nicht nur am Rand der bestehenden Meta-Apps, sondern bekommt einen eigenen Ort, an dem er Inhalte zusammenträgt.

Sicher, aber nicht ohne Vorbehalt

Meta zufolge läuft Muse auf einer eigenen, abgeschotteten virtuellen Maschine, auf der sowohl der Agent als auch die Daten der Nutzer liegen, wie die Agentur AP berichtet. In einem technischen Blogbeitrag erklärte das Unternehmen laut CNBC, man habe Muse „auf der Grundlage umfangreichen Dogfoodings, agentischen Red Teamings und gegen Probleme gehärtet, die von Sicherheitsforschern in unserem privaten Bug-Bounty-Programm in realen gegnerischen Szenarien gefunden wurden“. Das ist eine Selbstauskunft über den Prüfprozess, kein unabhängiger Nachweis, dass der Agent im Alltag dichthält.

Wang beschrieb die App laut CNBC als „ihre eigene isolierte Umgebung“ innerhalb von Metas Recheninfrastruktur. Sie „sehe niemals Ihre tatsächlichen Passwörter oder Zahlungsdetails und frage nach, bevor sie etwas Sensibles tut“, so Wang weiter.

Große Vision, kleiner Start

Eine Smart-Glasses-Funktion soll laut TechCrunch erst in den kommenden Monaten dazukommen; einen genauen Termin nennt die Berichterstattung nicht.

Darüber hinaus verspricht Meta-CEO Mark Zuckerberg deutlich mehr: In den kommenden Jahren solle Muse zur persönlichen Superintelligenz heranwachsen, die Milliarden Menschen weltweit nutzen, um ihre Ziele zu erreichen und ihr Leben zu verbessern, schreibt TechCrunch.