Das erste große Sprachmodell, das OpenAI in Google Cloud bringt, ist sein Flaggschiffmodell GPT-6 Astra, wie SiliconANGLE berichtet. Google-Cloud-Kunden erhalten außerdem Zugang zu GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna, zwei verkleinerten Versionen von Astra, die OpenAI Ende September 2026 auf den Markt gebracht hat. Die vollständige Suite der aktuellen GPT-6- und GPT-6.1-Modelle – Astra, Sol und Luna – soll auf Google Cloud starten, so Ars Technica.
Die Modelle sollen über den Model Garden von Google Cloud zugänglich sein, der Zugang zu mehr als 200 neuronalen Netzen von Google, seinen Partnern und dem Open-Source-Ökosystem bietet, berichtet SiliconANGLE. Unternehmen mit Abnahmeverpflichtungen gegenüber Google Cloud können diese Käufe auf ihre GCP-Abnahmeverpflichtungen anrechnen. Dadurch entfällt für Nutzer die Notwendigkeit, ein neues KI-Budget einzurichten, was die Beschaffung erleichtert, so SiliconANGLE. Für Unternehmen mit bestehenden Ausgabenverpflichtungen bei Google Cloud soll es einfach werden, GPT-Modelle anstelle ihrer bisherigen Lösung einzusetzen, ergänzt Ars Technica.
Die Integration verbindet die Frontier-Modelle von OpenAI mit den integrierten Zugriffskontrollen, der zentralen Daten-Governance und der leistungsstarken Infrastruktur von Google Cloud, um anspruchsvolle Unternehmens-Workloads zu unterstützen. OpenAI-Modelle sollen vollständig auf Googles Infrastruktur laufen können, wobei Transaktionen über den Google Cloud Marketplace abgewickelt werden, berichtet Ars Technica. Google Cloud will die OpenAI-Modelle nach dem Start in sein Confidential-Compute-Portfolio von Infrastrukturdiensten aufnehmen, so SiliconANGLE. OpenAI-Modelle werden bald in Google Antigravity und im Gemini Agent verfügbar sein.
Thomas Kurian, Chief Executive von Google Cloud, sagte laut SiliconANGLE, man konzentriere sich darauf, Kunden eine breite Auswahl an Modellen zu bieten, einschließlich solcher von OpenAI, damit sie das richtige Modell für jede Aufgabe wählen könnten, was optimale Qualität und niedrigere Kosten ermögliche. OpenAI erklärte in einem Blogbeitrag, die langjährigen Investitionen von Google Cloud in maschinelles Lernen und KI hätten es zu einem Ziel für KI-Workloads und die sie entwickelnden Entwickler und Datenwissenschaftler gemacht, berichtet CNBC. Google erklärt laut Ars Technica, nun der einzige große Cloud-Anbieter zu sein, der Zugang zu allen drei führenden geschlossenen LLMs bietet.
Laut OpenAI verursacht Astra „weniger fehlausgerichtete Ergebnisse“ als alle anderen von ihm bewerteten Frontier-Modelle, berichtet SiliconANGLE. Astra enthält Sicherheitsoptimierungen, die es für den Unternehmenseinsatz geeignet machen sollen, so SiliconANGLE. Sol und Luna tauschen etwas Ausgabequalität gegen eine deutliche Senkung der Token-Preise ein, berichtet SiliconANGLE. Sol und Luna kosten fünf- bzw. hundertmal weniger als Astra, so SiliconANGLE.
Das annualisierte Umsatzwachstum von Google im Cloud-Geschäft beschleunigte sich im zweiten Quartal auf etwa 82 Prozent, nach 63 Prozent im ersten Quartal, berichtet CNBC. Das Wachstum von Google Cloud im zweiten Quartal wurde teilweise durch starke Nachfrage nach KI-Modellen und Custom-Chips gestützt, so CNBC. Amazon und Microsoft meldeten ein Cloud-Wachstum von 37 % beziehungsweise 42 %. Der Model Garden bietet bereits Zugang zu Googles Gemini-Modellen sowie zu einer Auswahl offener Modelle wie Mistral, Llama und Gemma, berichtet Ars Technica. Anthropics Claude AI ist im Model Garden von Google bereits seit einiger Zeit verfügbar, so Ars Technica.
Microsoft bleibt der primäre Cloud-Partner von OpenAI. Organisationen in regulierten Branchen müssen beim Einsatz von KI kontrollieren können, wer auf sensible Daten zugreifen darf und wie diese genutzt werden, so OpenAI. Grundlage der Integration sind laut OpenAI die Daten-Governance und die leistungsstarke Infrastruktur von Google Cloud. Googles System unterstützt das dynamische Verschieben von Workloads zwischen LLMs anhand von Leistung, Latenz und Effizienz, berichtet Ars Technica.
