An der Runde beteiligten sich laut SiliconANGLE neue Investoren wie Baron Capital, Capital Group, Fidelity Management & Research Company, Glade Brook Capital Partners und J.P. Morgan. TechCrunch ergänzt, dass auch Baron Capital, Bessemer Venture Partners, General Catalyst und Menlo zu den Geldgebern zählen. Alle wesentlichen bestehenden Investoren beteiligten sich laut SiliconANGLE ebenfalls, darunter Accel, Benchmark, Bessemer Venture Partners, General Catalyst, ICONIQ, Insight Venture Partners, Redpoint Ventures, Salesforce Ventures und Sands Capital. Die Series D im März 2026 hatte Legora laut TechCrunch mit 5,6 Milliarden US-Dollar bewertet.
Umsatzsprung
Legora zufolge stieg der jährlich wiederkehrende Umsatz innerhalb von weniger als 18 Monaten von 1 Million auf 100 Millionen US-Dollar. Die nächsten 100 Millionen US-Dollar erreichte das Unternehmen in weniger als sechs Monaten, wie SiliconANGLE berichtet. Der aktuelle ARR liegt laut SiliconANGLE bei mehr als 200 Millionen US-Dollar. Legora erklärte, dieser Anstieg sei schneller verlaufen als bei jedem anderen Enterprise-Software-Unternehmen mit direktem Vertriebsteam.
Wettbewerb
Die Nachricht kommt laut TechCrunch nur einen Monat, nachdem Harvey, Legoras größter Wettbewerber, eine Aufnahme von 550 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 15,5 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte. Legora unterstützt juristische Fachkräfte dabei, Arbeitsabläufe zu automatisieren und zu bewältigen. Die Branche bewegt sich nach Darstellung von TechCrunch über KI-Assistenten hinaus zu KI-Diensten, die bei der Erledigung von Arbeit helfen.
Legora bietet laut SiliconANGLE juristische KI-Agenten an, während Teams zunehmend von einfachen Assistenten zu vollständiger Automatisierung mehrstufiger Arbeit übergehen. In den Vereinigten Staaten, Legoras größtem Markt nach Umsatz, ist das Unternehmen nach eigenen Angaben jetzt bei mehr als der Hälfte der AmLaw-50-Kunden vertreten. Im Frühjahr 2025 eröffnete Legora sein erstes US-Büro. Inhouse-Rechtsabteilungen, die etwa im Jahr 2025 nur einen kleinen Teil von Legoras Kundenstamm ausmachten, stellten im dritten Quartal 40 % der neuen Kunden des Unternehmens.
Legora hat seinen Sitz in Stockholm und wurde 2023 gegründet; die Plattform startete im Oktober 2024. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 1.000 Mitarbeiter in 18 Büros und unterstützt mehr als 140.000 Juristen bei mehr als 2.400 führenden Kanzleien und internen Rechtsabteilungen in 80 Märkten. Legora plant laut TechCrunch, das frische Kapital für die weitere Expansion in Nordamerika zu verwenden. Das Unternehmen erklärte, das Kapital solle die globale Expansion unterstützen, unter anderem in Nordamerika, wo Legora Büros in New York, Denver, Chicago, Houston, San Francisco, Toronto und Mexiko-Stadt unterhält, sowie in seinen Märkten in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum. Legora will zudem die Investitionen in sein agentisches KI-Rechts-„Betriebssystem“ aOS vertiefen und neue Produkte zur Unterstützung von Anwälten bei ihrer Arbeit einführen.
Positionen
Legora-Mitgründer und CEO Max Junestrand sagte, die Gelegenheit im Rechtsbereich sei enorm und man stehe noch am Anfang. Junestrand erklärte, das Unternehmen beabsichtige, den Wandel hin zu KI in der Rechtsbranche in den USA und weltweit anzuführen. Junestrand sagte außerdem, KI verändere die Rolle des Anwalts, mit mehr Zeit für Urteilsvermögen und Beratung, und verändere die Organisation von Kanzleien und internen Rechtsabteilungen sowie die Art ihrer Arbeit. Gavin Baker, Chief Information Officer und Managing Partner von Atreides Management LP, sagte, der Rechtsmarkt sei anspruchsvoll mit hohen Anforderungen an Software. Baker sagte zudem, Legora sei die Plattform geworden, die Kanzleien und Inhouse-Rechtsteams übernähmen und dann organisationsweit ausweiteten, und dies bei bemerkenswertem Wachstumstempo.
Deloitte Touche Tohmatsu Ltd. stellte laut SiliconANGLE fest, dass 96 % der befragten Rechtsverantwortlichen erwarteten, dass Technologie- und KI-Kompetenz für Inhouse-Anwälte an Bedeutung gewinnen werde. Deloitte stellte außerdem fest, dass 84 % der Organisationen ihre Rollen noch nicht um KI herum neu gestaltet hatten. Von den befragten Abteilungen setzen 61 % bereits KI ein, während nur 10 % KI vollständig in ihre Arbeitsabläufe integriert haben.
