Town hat die Runde am 19. Oktober 2026 angekündigt, wie TechCrunch berichtet. An der Runde beteiligten sich auch Andreessen Horowitz, Serena Ventures und First Round Capital. Zusammen mit der Finanzierung stellte Town einen gemeinsamen Workflow vor, der die Townies der Mitarbeiter automatisch mit neuen Geschäftsinformationen aktualisiert. Damit muss nicht mehr jeder Mitarbeiter seinen eigenen Townie selbst auf dem Stand halten, so TechCrunch.
Town richtet sich an Unternehmen und stellt jedem Mitarbeiter einen Townie genannten KI-Assistenten zur Seite. Der Assistent verbindet sich mit Werkzeugen wie E-Mails und Kalendern sowie anderen zentralen Arbeitssystemen und hilft damit bei Aufgaben. Die Townies der Mitarbeiter können untereinander kommunizieren und freigegebene Informationen austauschen. Inzwischen arbeiten sie auch mit Kunden und Personen außerhalb des Unternehmens zusammen.
Hintergrund
Town ist ein zwei Jahre altes Startup mit Sitz in San Francisco, das KI-Assistenten entwickelt. Gegründet wurde es unter anderem von Jean-Denis Greze, dem früheren Chief Technology Officer von Plaid. Mitbegründer Tony Vincent war an zwei früheren Startups beteiligt: Aspen Designs Inc., das später von Google LLC übernommen wurde, und Sold Inc., das 2013 von Dropbox Inc. gekauft wurde.
Vor der aktuellen Runde hatte Town im Juni 2026 eine Series-A-Runde über 55 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Damit summiert sich das bislang eingesammelte Kapital auf 160 Millionen US-Dollar. TechCrunch beziffert den bisherigen Gesamtbetrag auf mindestens 160 Millionen US-Dollar.
Town gab an, wenige Wochen nach dem Start seiner ersten Assistenten im Juni 2026 eine Umsatzlaufrate in Millionenhöhe erreicht zu haben. TechCrunch zufolge erklärte das Unternehmen, innerhalb weniger Wochen jährlich wiederkehrende Umsätze in Millionenhöhe erzielt zu haben. Die Angaben stammen aus einem Blogbeitrag der Menlo-Partner Shawn Carolan, Amy Wu Martin und Sam Borja.
Die Menlo-Partner schrieben, das gesamte Menlo-Team habe Town im Juni 2026 zu nutzen begonnen. Innerhalb sehr kurzer Zeit seien ihre Townies zu ihren hart arbeitendsten Teammitgliedern geworden. In ihrem Blogbeitrag zitierten sie Reaktionen aus dem eigenen Slack: Dort hätten Mitarbeiter Screenshots ihrer „Moments of Magic“ geteilt. Die Partner beschrieben Townies, die Verpflichtungen erkannt hätten, die Personen vergessen hatten, und den richtigen Kontext in Antworten holten, bevor jemand danach suchte. Mehr als einmal habe ein Townie einen Kontakt oder einen Gründer aufgespürt, den jemand wochenlang gesucht hatte.
Was offen bleibt
Die Mitgründer erklärten, das Geld aus der Runde für den Aufbau weiterer Integrationen zu nutzen, um die Nützlichkeit ihrer Townies zu erweitern. Sie streben nach eigenen Angaben an, ein dauerhafter Bestandteil im Alltag der Mitarbeiter zu werden. Greze und Vincent schrieben, dieser Kontext sei ein kritisches Gut und solle dem Unternehmen gehören, das ihn aufgebaut habe. Wer Town verlasse, könne ihn mitnehmen und überall nutzen. SiliconANGLE hält fest, dass die Townies noch Langlebigkeit beweisen müssen, um die neue Bewertung zu rechtfertigen. TechCrunch ordnet Town als eines von vielen KI-Assistenten-Unternehmen ein, die derzeit auf den Markt drängen.
