Holyvolt hat 45 Millionen US-Dollar an Eigenkapital-Finanzierung aufgenommen, wie das Unternehmen mitteilte. Zu den Investoren der Runde gehören Zone II, CC.VC und mehrere Angel-Investoren aus der Verteidigungs- und Finanzbranche. Die Übernahme folgt auf eine vor kurzem abgeschlossene 20-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde von Holyvolt, berichtet Tech Funding News.
Diese Plattform kann nach Angaben des Unternehmens vielversprechende Batteriematerialien bis zu zehnmal schneller identifizieren als konventionelle Forschungsansätze. Wildcat hat über 18 Jahre mehr als 225 Projekte für mehr als 85 Kunden durchgeführt, darunter BMW, und dabei mehr als 500.000 Zellen getestet. Die Materialexpertise von Wildcat umfasst kobaltfreie und nickelfreie Batteriechemien, die die Abhängigkeit von knappen oder geopolitisch sensiblen Ressourcen verringern und die Materialkosten senken könnten, ergänzt Tech Funding News.
Holyvolt bringt eine auf Siebdruck basierende Produktionstechnologie und eine wasserbasierte Materialverarbeitung ein, die als Alternative zu herkömmlichen Beschichtungs- und lösungsmittelbasierten Slurry-Verfahren konzipiert sind, so Tech Funding News. Das wasserbasierte Fertigungsverfahren reduziert die Abhängigkeit von organischen Lösungsmitteln, die üblicherweise bei der Herstellung von Batterieelektroden verwendet werden, ergänzt Tech Funding News. Das Verfahren von Holyvolt ermöglicht eine flexible, modulare Fertigung, die effizient skaliert werden kann und gleichzeitig die Umweltbelastung senken soll, so Tech Funding News. Durch die Zusammenführung von Wildcats Materialentdeckung und Holyvolts Fertigungstechnologie will das kombinierte Unternehmen den Weg vom Laborerfolg zur skalierbaren Produktion verkürzen, berichtet Tech Funding News.
DRX ist eine Familie von Kathodenmaterialien ohne Nickel und Kobalt und das erste Material, das Holyvolt aus seiner Discovery Engine zur Kommerzialisierung bringt. Holyvolt plant, DRX ab 2027 zu kommerzialisieren, beginnend mit Verteidigungsanwendungen und unbemannten Luftfahrzeugen, bevor größere Mobilitätsmärkte erschlossen werden. China produziert etwa 85 Prozent des weltweiten Kathoden-Aktivmaterials und etwa 80 Prozent der weltweiten Batteriezellen. Ab dem 1. Oktober 2027 darf das Pentagon im Rahmen von Section 154 des Verteidigungsermächtigungsgesetzes für das Haushaltsjahr 2024 keine Batterien mehr von CATL, BYD und vier weiteren chinesischen Herstellern beschaffen.
Positionen
Mathias Ingvarsson, Gründer und CEO von Holyvolt, sagte, die Übernahme von Wildcat sei eine perfekte Ergänzung der beabsichtigten Strategie, neue Technologien für die Batterieindustrie zu entwickeln. Mark Gresser, President und CEO von Wildcat Discovery Technologies, sagte, das Wildcat-Team freue sich über die Übernahme durch Holyvolt und erkenne den Wert der High Throughput Platform für das kombinierte Unternehmen und die Branche. Magnus Tyreman, Vorsitzender von Holyvolt und ehemaliger Leiter von McKinsey Europe, sagte, der Westen müsse die Entwicklung von Batterietechnologien der nächsten Generation beschleunigen, um die langfristige Energieunabhängigkeit zu sichern, so Tech Funding News. Prof. Peter Schultz, Gründer von Wildcat Discovery Technologies und CEO von Scripps Research, sagte laut Tech Funding News, mit Holyvolt könne man für Batterien tun, was High Throughput und KI für die Arzneimittelforschung geleistet hätten.
Integration
Die Integration soll das Unternehmen in die Lage versetzen, Partner entlang der Batteriewertschöpfungskette zu bedienen, unter anderem mit Technologieentwicklung, Kommerzialisierungsmodellen und Lizenzvereinbarungen, so Tech Funding News. Die Datensätze sollen es Forschern ermöglichen, fortgeschrittene computergestützte Analysen und Machine-Learning-Modelle einzusetzen, um Muster zu erkennen, Materialleistung zu optimieren und Designs schneller zu verfeinern, ergänzt Tech Funding News. Holyvolt wurde 2022 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Schweden, so Tech Funding News. Holyvolt will skalierbare Clean-Energy-Technologien entwickeln, die von Elektrofahrzeugen und Luft- und Raumfahrtsystemen bis hin zu Netzspeichern und Unterhaltungselektronik eingesetzt werden können, ergänzt Tech Funding News.
Die Übernahme wurde von mehreren Quellen berichtet, darunter EU-Startups, Tech Funding News, KuCoin und WebWire. Während EU-Startups den Deal mit 63,1 Millionen Euro (73 Millionen US-Dollar) angibt, nennt Tech Funding News nur den Dollar-Betrag. Die Angaben zu Einsparungen und Leistungsversprechen stammen von den beteiligten Unternehmen und sind nicht unabhängig verifiziert.
