METR hat bereits mit führenden Labors zusammengearbeitet, darunter OpenAI, Anthropic, Google und Meta. Die Ankündigung vom Donnerstag markiert laut Ars Technica den ersten Schritt zur Umsetzung dieser Zusagen.

Anthropic erklärte am 15. Oktober 2026: „As models have become more powerful, they’ve required stronger safeguards and more challenging risk assessment.“ Mit der Gewährung des Zugangs löst Anthropic ein Versprechen ein, die Schutzmaßnahmen angesichts von Bedenken auszuweiten, die Technologie könne katastrophal außer Kontrolle geraten. Eine größere Rolle für Drittprüfer gehört zu den wichtigsten konkreten Schritten, die die Labors als Reaktion auf wachsende Bedenken über die Gefahren leistungsfähigerer KI-Systeme für Wirtschaft, Cybersicherheit und die Menschheit insgesamt vorgeschlagen haben.

Anthropic-CEO Dario Amodei erzielte im September 2026 einen seltenen Moment der Einigkeit mit seinen Erzrivalen Sam Altman und Elon Musk, als die Chefs von OpenAI und SpaceX sich hinter seinen Vorschlag stellten, externe Prüfer in den führenden Labors zu verankern. OpenAI hat noch keine Pläne vorgelegt, Prüfer einzubeziehen, nachdem Altman Amodeis Vorschläge als gute Idee bezeichnet hatte. Anthropic argumentierte, eine öffentliche Weitergabe von Informationen könnte böswilligen Akteuren oder Wettbewerbern nützen, und fügte hinzu, seine Prüfer würden ähnlich wie bei der Bankenaufsicht arbeiten, bei der Regulierer residente Prüfer in den größten Banken einsetzen.

Kritiker von Anthropics Vorschlag, Prüfer einzusetzen, haben argumentiert, die Vereinbarungen könnten zu Interessenkonflikten führen, und dabei auf Probleme im Buchhaltungssektor verwiesen sowie eine stärkere staatliche Regulierung gefordert. Was die Vereinbarung konkret für die Prüfverfahren bedeutet und welche Befugnisse das METR-Team im Alltag hat, lassen die Quellen ausdrücklich offen.