Für die lokale Ausführung arbeitete Meta laut heise online mit Apple zusammen. Laut einem Forschungsbericht von Apple läuft die auf rund 530 GB reduzierte Variante auf zwei verbundenen Mac Studios, jeweils mit M5 Ultra und 512 GB Unified Memory. TechCrunch zufolge stellt Meta das Modell derzeit über mehrere verschiedene API-Plattformen bereit.

TechCrunch zufolge nutzt Muse Spark Open 816 Milliarden Parameter. Die Mixture-of-Experts-Architektur umfasst laut Model Card 256 Experten, von denen pro Token acht aktiviert werden; Hugging Face beschreibt dieselbe Aufteilung mit einem Router, der acht Experten je Token auswählt. Hugging Face ergänzt, dass Muse Spark Open auf Muse Glimmer folgt und eine Mixture-of-Experts-Architektur in deutlich größerem Maßstab einführt. Das Kontextfenster fasst laut heise online, Hugging Face und TechCrunch 1 Million Token.

Was das Modell kann

Laut Hugging Face wurde Muse Spark Open für agentisches Programmieren trainiert: das Lesen einer Codebasis, das Schreiben und Debuggen von Code sowie das Aufrufen von Werkzeugen. Meta beschreibt es dort als auf Programmierung optimiertes Modell, das mit echten Entwickler-Workflows wie Multi-File-Refactorings und langen Debugging-Sitzungen trainiert wurde. Hugging Face zufolge plant, handelt, beobachtet und korrigiert es sich über lange Aufgaben hinweg selbst, einschließlich des Surfens im Web mit Bildern. Werkzeuge ruft es sowohl textbasiert als auch multimodal auf. Es nimmt Bilder, Audio und Video als Eingabe entgegen, sodass dasselbe Modell einen Screenshot lesen, eine Sprachnachricht anhören oder eine Bildschirmaufzeichnung ansehen kann, während es an Code arbeitet. Verarbeitet werden Text, Bilder, Video und Audio, ausgegeben wird laut heise online und Hugging Face nur Text.

Tests von Artificial Analysis zufolge erreicht Muse Spark Open 39 Punkte im Intelligence Index und ist damit derzeit das leistungsfähigste offene US-Modell mit offenen Gewichten. Meta selbst bezeichnet Muse Spark Open als das leistungsfähigste offene US-Modell mit offenen Gewichten bis heute; Alexandr Wang, Metas Chief of AI, schrieb das laut The Guardian und Economictimes auf X. The Guardian berichtet, Meta habe am 15. Oktober 2026 ein neues Modell mit offenen Gewichten vorgestellt, das nach eigenen Angaben mit ähnlichen Produkten führender chinesischer Entwickler konkurriert und diese in einigen Fällen übertrifft. Gegenüber The Guardian stellte Meta Muse Spark Open als US-amerikanisches Modell mit offenen Gewichten vor, das nach Unternehmensangaben mit chinesischen Konkurrenzprodukten mithalten kann.

Wer Muse Spark Open selbst ausführen will, kann die Modellgewichte laut heise online von Hugging Face herunterladen; sie sind in einer 16-Bit-Version von etwa 1,6 TB und einer teilweise auf 4 Bit quantisierten Version von etwa 530 GB verfügbar. Die Gewichte stehen unter der Muse Model License, die kommerzielle Nutzung grundsätzlich erlaubt, aber den Hinweis „Built with Muse Spark Open“ verlangt und eine Richtlinie zur zulässigen Nutzung vorschreibt; Economictimes zufolge erlauben die eingeschränkten kommerziellen Bedingungen vielen Entwicklern die kostenlose Nutzung. Bei den zum Start verfügbaren API-Anbietern Together AI, Fireworks und Baseten kosten laut heise online 1 Million Eingabe-Token 1,25 US-Dollar und 1 Million Ausgabe-Token 4,25 US-Dollar.

Hintergrund

Fortune zufolge hat Meta mit Muse Spark das erste KI-Modell aus seinen Meta Superintelligence Labs vorgestellt. Diese neue KI-Forschungseinheit hatte Meta im Vorjahr gegründet und mit Milliardenbeträgen ausgestattet. Im Juni 2025 gab Meta laut Fortune 14,3 Milliarden US-Dollar aus, um einen 49-prozentigen stimmrechtslosen Anteil an Scale AI zu erwerben, und holte deren Mitgründer und CEO Alexandr Wang als ersten Chief AI Officer von Meta an Bord. Im März 2026 schuf Meta eine neue Organisation für angewandtes KI-Engineering unter Leitung von Maher Saba, einem Vice President, der zuvor in Metas Reality-Labs-Einheit für Virtual und Augmented Reality gearbeitet hatte. Fortune zufolge wurde der Schritt weithin als Absicherung von Zuckerberg interpretiert, damit die produktorientierte KI-Entwicklung weiterläuft, während Wang längerfristige Superintelligenz-Forschung verfolgt.

Was offen bleibt

Fortune zufolge könnte Muse Spark Meta nach dem im April 2025 veröffentlichten Modell Llama 4, das weithin als Fehlschlag kritisiert wurde, zurück ins KI-Rennen bringen, wenn die Benchmark-Ergebnisse einer unabhängigen Prüfung durch Experten standhalten. Der Start von Muse Spark ist laut Fortune das bislang greifbarste Produkt der umfassenden Reorganisation, die Meta nach dem Llama-4-Fiasko vorgenommen hat. Fortune weist darauf hin, dass Meta in der Vergangenheit dabei erwischt wurde, veröffentlichte Benchmark-Ergebnisse eines KI-Modells manipuliert zu haben, um es leistungsfähiger erscheinen zu lassen als die für die meisten Nutzer verfügbare Version. Bei den Llama-4-Benchmarks räumte Meta später ein, spezialisierte, nicht veröffentlichte, für bestimmte Aufgaben feinabgestimmte Versionen des Modells verwendet zu haben, um die Benchmark-Werte in diesen Bereichen zu steigern, während die allgemein verfügbare Version nicht so gut abschnitt. The Guardian erklärt den Unterschied zu geschlossenen Modellen: Anders als bei Anthropics Claude oder OpenAIs ChatGPT können Entwickler bei einem Modell mit offenen Gewichten die Parameter – bekannt als Gewichte und Biases – herunterladen und verändern.