Anthropics Umsatz stieg im Quartal bis Ende September 2026 um 45 Prozent auf 16,8 Milliarden US-Dollar, wie die BBC erfuhr. Laut CNBC stieg der Umsatz von 11,6 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal. Das Unternehmen erklärte Berichten zufolge, dass es das zweite Quartal in Folge einen Gewinn erwirtschaftet habe. Anthropic teilte Investoren mit, im dritten Quartal auf bereinigter Basis profitabel gewesen zu sein.
Anthropic erklärte gegenüber Investoren, cash-flow-positiv zu sein, und erzielte im dritten Quartal 1,70 US-Dollar Umsatz für jeden für Rechenleistung ausgegebenen Dollar, wie die Financial Times berichtet. Die Angaben von Anthropic zu Umsatz und Profitabilität stammen laut CNBC von Personen, die mit der Sache vertraut sind.
Investoren erwarten laut The Wall Street Journal, dass Anthropic bis zum Jahresende 110 Milliarden US-Dollar annualisierten Umsatz erreicht.
Anthropic bereitet einen Börsengang vor, der voraussichtlich noch vor Ende des Jahres stattfinden soll. Anthropic bereitet sich auf einen mit Spannung erwarteten Börsengang vor, der Berichten zufolge für November angesetzt ist, wie CNBC berichtet. CNBC berichtete zuvor, dass der Claude-Hersteller seine Finanzergebnisse des dritten Quartals erstmals bei einem Treffen mit potenziellen Investoren offenlegen wollte. Das Treffen, bei dem Anthropic seine Quartalsergebnisse offenlegen wollte, richtete sich laut CNBC an institutionelle Investoren.
Aktien einiger US-Technologieunternehmen fielen am 14. Oktober 2026 wegen Bedenken hinsichtlich der Investitionen in KI. Aktien von Chipherstellern wie AMD, Nvidia und Intel fielen deutlich. Auch südkoreanische Halbleiterkonzerne gaben nach: Samsung fiel um 9,4 Prozent und SK Hynix um 10,8 Prozent. In Asien fielen die Aktien des japanischen Technologie-Investmentunternehmens Softbank am Donnerstagmorgen um mehr als 9 Prozent.
Die Aktienkurse fielen in dieser Woche nach Äußerungen von Hock Tan, dem Vorstandsvorsitzenden des US-Technologieherstellers Broadcom, zu den KI-Ausgaben. Tan sagte am 12. Oktober 2026 auf einer Konferenz in Singapur, viele Investoren hätten "no clue" und hätten "extreme expectations only to find out that it's almost like they are in a casino". Die Kursverluste verstärkten sich, nachdem am 14. Oktober 2026 veröffentlichte US-Inflationsdaten zeigten, dass die Preise im September 2026 stärker als erwartet gestiegen waren. Investoren befürchten, dass eine höhere Inflation die US-Notenbank Federal Reserve eher dazu veranlassen könnte, die Kreditkosten zu erhöhen.
Der Handel am südkoreanischen Kospi und Kosdaq wurde vorübergehend ausgesetzt, nachdem die Indizes um mehr als 8 Prozent gefallen waren, während der japanische Nikkei 225 um über 5 Prozent nachgab. Die Umsatzzahlen von Anthropic und die des Rivalen OpenAI gelten als wichtiger Maßstab für das Wachstum der KI-Branche und ihre Fähigkeit, die für die Entwicklung der Technologie nötige Infrastruktur zu finanzieren. Anthropic hat sich ebenfalls deutlich zu den Risiken von KI geäußert; CEO Dario Amodei forderte, das Entwicklungstempo zu verlangsamen. OpenAI-Chef Sam Altman sagte im September 2026, sein Unternehmen werde im Jahr 2026 nicht an die Börse gehen, da es Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Technologie adressiere.
Ein Anthropic-Sprecher hat eine Stellungnahme abgelehnt. Das Unternehmen hat seine globale Expansion fortgesetzt und am 14. Oktober 2026 ein Büro in Singapur eröffnet. Es gab auch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von KI-Modellen.
