Sie sollen Arbeitsabläufe verstehen und mit der Zeit lernen, ohne ständige menschliche Anweisung zu benötigen. OpenAI arbeitet zudem mit Microsoft zusammen, um Dots in Agent 365 zu integrieren, wo sie als virtuelle Teammitglieder in Bereichen wie Buchhaltung, Marketing oder Recht helfen sollen.

Sam Altman zufolge kann man Dots anspruchsvolle Arbeiten delegieren wie an einen hochkompetenten Ingenieur oder einen Stabschef, etwa das Überwachen von Bug-Reports, das Erstellen von Pull-Requests oder den Start des nächsten Budgetplanungszyklus. Die Agenten könnten die Fähigkeiten eines Nutzers enorm verstärken und sein Potenzial erweitern, indem sie rund um die Uhr Aufgaben übernehmen, die man nicht selbst erledigen möchte. Frühere virtuelle Assistenten nannte Altman „trivial im Verhältnis zu dem, was die Technologie leisten kann“.

Neben Dots kündigte OpenAI GPT-6.1 Sol an, ein günstigeres und schnelleres Schwestermodell von GPT-6.1 Astra, das früher in dieser Woche wegen Sicherheitsbedenken zurückgezogen wurde. Sol bietet laut Altman annähernd die Intelligenz von Astra zu einem Fünftel des Preises; gechachte Eingaben kosten 0,10 US-Dollar pro Million Tokens, 95 Prozent weniger als der Standardpreis. Es ist ab sofort für alle Plus-, Pro-, Business-, Enterprise- und Edu-Nutzer von ChatGPT Work und Codex verfügbar und soll bald in einem ‚Ultrafast‘-Plan mit bis zu 8-fach schnellerer Tokenerzeugung angeboten werden.

Für Entwickler brachte OpenAI Codex in die Cloud und stattete Codex CLI mit Sprachsteuerung aus. Codex Cloud ermöglicht es, Codieraufgaben zwischen Geräten zu verschieben, ohne Threads zu verlieren, und Codex CLI erlaubt nun, Aufgaben per Sprachbefehl zu starten, zu steuern und zu verfolgen. Eine neue Agents API unterstützt Computernutzung sowie Komponenten wie Harnesses, Hosting, Memory und Multi-Agent-Steuerung.

Der unabhängige Technologieanalyst Carmi Levy sagte laut InfoWorld, Dots könnten die wirkungsvollste Ankündigung des DevDay 2026 sein, weil sie OpenAIs definitiven Schritt hin zu KI-Agenten darstellten. Altman selbst betonte in seiner Keynote, die beste Version von KI mache Menschen nicht zu Rädchen in einer riesigen Maschine, und es gebe Dinge, die nicht automatisiert werden sollten. Die Zukunft könne, wenn sie richtig gestaltet werde, eher einer neuen Renaissance als einer neuen industriellen Revolution gleichen.