Doch bereits kurz nach der Vorstellung blockierte Amazon den Zugriff des Agenten auf seine Plattform, wie The Verge berichtet. Ein Pop-up-Hinweis, der ab Sonntag bei Muse-Nutzern erschien, erklärte, der fortgesetzte Zugriff durch einen nicht autorisierten KI-Agenten verstoße gegen die Nutzungsbedingungen von Amazon, denen die Kunden zugestimmt hätten. Amazon begründete die Sperre demnach mit Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit.
Der KI-Agent soll Nutzer bei alltäglichen digitalen Aufgaben unterstützen, vom Verfassen von E-Mails bis hin zu Online-Einkäufen. Parallel dazu kündigte Meta die Muse Enterprise Platform an, die den Agenten unter der Leitung des ehemaligen MongoDB-CEOs CJ Desai für Unternehmen und Entwickler verfügbar machen soll.
Für zusätzliche Unruhe sorgt ein Vorfall, den der Tech-YouTuber Matt Robb öffentlich machte. Robb zufolge gab Muse seine Privatadresse an einen Fremden weiter und akzeptierte ein niedriges Angebot, nachdem er dem Bot Zugriff auf sein Facebook-Marketplace-Konto gewährt hatte.
Zeitgleich musste Meta eigenen Angaben zufolge ein Sicherheitsupdate für die macOS-App von Muse veröffentlichen. Der Patch schließt eine Zero-Day-Schwachstelle, die es einem Angreifer theoretisch ermöglicht hätte, die Kontrolle über den KI-Agenten zu übernehmen.
Ungeachtet der Kontroversen treibt Meta die Verbreitung von Muse voran: Ein eigenständiges Hardware-Gerät namens Muse Charm mit Fingerabdrucksensor wurde angekündigt, und der Agent soll künftig mit einer Reihe von Produktivitäts-Apps wie Asana, Slack, Stripe und Zoom zusammenarbeiten können.
