Anthropic verpflichtet sich, über sieben Jahre 11,6 Milliarden US-Dollar für die Cloud-Infrastruktur von Akamai auszugeben, berichtet TechCrunch. Um die nötigen Kapazitäten aufzubauen, rechnet Akamai mit eigenen Investitionen von rund 5,5 Milliarden US-Dollar. Die Vereinbarung ist jedoch nicht bindend: Sie setzt voraus, dass Akamai bestimmte Liefer- und Serviceverfügbarkeitsziele erreicht, und beide Seiten können den Vertrag unter festgelegten Bedingungen kündigen.
Teil des Geschäfts ist ein Optionsschein, mit dem Anthropic nicht stimmberechtigte Vorzugsaktien von Akamai erwerben kann. Er ist in bis zu 7,7 Millionen Stammaktien wandelbar – etwa fünf Prozent der ausstehenden Anteile – zu einem Preis von 111,33 US-Dollar je Aktie. Etwa zwei Prozent dieser Anteile werden voraussichtlich unverfallbar, sobald Anthropic die erste Zahlung leistet.
Auf einer Investorenkonferenz am Donnerstag nannte das Unternehmen erste Umsatzprognosen. Für 2027 erwartet Akamai Einnahmen von 150 bis 300 Millionen US-Dollar, beginnend in der zweiten Jahreshälfte. Bis Ende 2028 soll der Umsatz eine jährliche Rate von etwa 1,7 Milliarden US-Dollar erreichen.
Die gestaffelte Aktienkomponente kann das Gesamtvolumen noch deutlich vergrößern. Jede weitere von Anthropic für Akamais Cloud-Dienste zugesagte Milliarde US-Dollar schaltet etwa ein weiteres Prozent der Aktien frei. Damit könnte das Geschäft auf insgesamt rund 20 Milliarden US-Dollar anwachsen.
Wann die erste Zahlung fließt, ist noch offen. Der endgültige Umfang hängt sowohl vom tatsächlichen Bedarf Anthropics als auch von Akamais Fähigkeit ab, die zugesagte Infrastruktur verlässlich bereitzustellen. Die vereinbarten Kündigungsmöglichkeiten geben beiden Parteien zudem einen Ausweg, falls die erwartete Entwicklung ausbleibt.
