Jamf verwaltet derzeit 35,2 Millionen Geräte von 78.000 Organisationen. CEO Beth Tschida sagte im Gespräch mit Computerworld, das Unternehmen verfüge nun über die nötige Telemetrie, um den Gerätezustand proaktiv zu überwachen. „Man bewegt sich den Problemen voraus“, erklärte sie. Die IT könne Geräte optimieren, ohne dass die Anwender davon etwas mitbekämen – noch bevor ein Ticket eröffnet wird.

Dass sich dieser Ansatz lohnt, untermauert Apple mit eigenen Zahlen: Laut Jeremy Butcher, Apples Enterprise Product Marketing Lead, verursachen Macs 55 Prozent weniger Helpdesk-Tickets als Windows-Systeme. Butcher bestätigte zudem, dass das MacBook Neo das Unternehmenswachstum der Plattform beschleunigt habe.

Parallel dazu baut Jamf seine Werkzeuge für das Management künstlicher Intelligenz aus. Neue Frameworks erlauben es der IT-Abteilung, die KI-Nutzung in der gesamten verwalteten Geräteflotte zu überwachen, zu steuern oder vollständig zu unterbinden. Ergänzend hat das Unternehmen granulare Modellkontrollen eingeführt, mit denen Administratoren verschiedenen Teams gezielt unterschiedliche KI-Modelle zuweisen können. Tschida sprach von der Verhinderung von „Overmodeling“ – dem Einsatz teurer, hochkomplexer Modelle für Aufgaben, die auch ein leichtgewichtiges Modell erledigen kann.

Um die Kosten im Blick zu behalten, bietet Jamf der IT nun Werkzeuge zur Überwachung der KI-Inferenzkosten an. So können Administratoren für geeignete Aufgaben kostengünstigere oder lokal betriebene KI-Lösungen vorschlagen. Für den internen Support hat das Unternehmen zudem einen KI-gestützten technischen Support für Routineprobleme eingeführt, der Personalzeit freisetzen soll.

Die Ankündigungen zielen darauf ab, die IT vom reaktiven Support hin zu einer proaktiven Steuerung zu führen – von der Gerätegesundheit bis zur Kontrolle der KI-Nutzung im Unternehmen.