Die neuen Modelle GPT-6 Sol und GPT-6 Luna kosten pro Token nur noch halb so viel wie ihre direkten Vorgänger aus der GPT-5.6-Reihe, berichtet Infoworld. OpenAI erklärte, Verbesserungen bei Caching und Inferenz ermöglichten niedrigere Betriebskosten, die durch eine Senkung der API-Preise für Sol und Luna um 50 % weitergegeben würden.
Zum Kontext: Risikokapital-Rekord: 510 Milliarden Dollar in KI-Startups lesen →
Anthropic zog nahezu zeitgleich nach: Das Unternehmen brachte Claude Opus 5.5 auf den Markt und setzte die Token-Preise um 20 Prozent unter das Niveau von Opus 5. Beide Anbieter verschärfen damit den Wettbewerb auf der Kostenseite, während sich die Fähigkeiten ihrer Spitzenmodelle zunehmend angleichen.
Zum Kontext: Broadcom will 100-Milliarden-Dollar-Kredit für KI-Chips lesen →
Forrester-Analyst Charlie Dai sieht die Branche in einem anhaltenden Preis-Leistungs-Rennen. „Frontier AI tritt in ein langes Preis-Leistungs-Rennen ein, das vor allem durch Effizienzgewinne bei der Inferenz, besseres Caching und Modelloptimierung angetrieben wird – und das durch den Konkurrenzdruck bei konvergierenden Fähigkeiten noch verstärkt wird“, zitiert ihn Infoworld.
OpenAI hatte GPT-6 Sol und GPT-6 Luna am Dienstag veröffentlicht. Die Preissenkung markiert einen Kurs, bei dem nicht mehr allein die reine Modellleistung, sondern zunehmend die Kosten pro Token zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden.
Mit den parallelen Preissenkungen beider Unternehmen setzt sich ein Trend fort, den Dai auf anhaltende Effizienzgewinne in der Inferenz und bessere Caching-Verfahren zurückführt. Offen bleibt, wie schnell weitere Anbieter nachziehen und ob die Preisspirale das Tempo der Modellverbesserungen beeinflussen wird.
