Parallel dazu werden die Klassenzimmer für die jüngsten Schüler umgebaut: Bis einschließlich der dritten Klasse bleiben Laptops und Tablets im Unterricht künftig ausgeschaltet. Das Bildungsministerium empfiehlt zudem feste Obergrenzen für die Bildschirmzeit – 45 Minuten für die Mittelstufe und 30 Minuten für Grundschüler.
Die Maßnahmen markieren eine deutliche Abkehr von der bisherigen Digitalstrategie des größten Schulbezirks des Landes. Statt KI als Lernwerkzeug zu integrieren, setzt die Stadt nun auf eine restriktive Kontrolle des Technologiezugangs, die von der Grundschule bis zur achten Klasse reicht.
Besonders die explizite Nennung von Companion-Chatbots zeigt, dass die Behörde nicht nur allgemeine KI-Anwendungen wie Textgeneratoren im Blick hat, sondern gezielt Anwendungen ausschließen will, die eine emotionale oder therapeutische Funktion für Kinder und Jugendliche beanspruchen.
Mit dem Geräteverbot für die unteren Klassenstufen wird der Fokus wieder stärker auf analoge Lernformen und direkte soziale Interaktion gelegt. Die empfohlenen Bildschirmzeit-Obergrenzen für ältere Schüler sollen diesen Ansatz in den höheren Jahrgängen fortsetzen, ohne digitale Medien vollständig zu verbannen.
Ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung oder Angaben zur Durchsetzung der neuen Regeln liegen bislang nicht vor. Offen bleibt auch, wie die Schulen mit bereits angeschafften Geräten umgehen und ob Ausnahmen für Schüler mit besonderem Förderbedarf vorgesehen sind.
