Das bestehende Rahmenwerk für KI-Sicherheitstests könnte laut Protect Democracy potenziell korrupt sein, berichtet Ars Technica. Beamte aus mehreren Bundesbehörden hätten demnach die Möglichkeit, schnelle KI-Einsätze gezielt für Unternehmen zu genehmigen, die Donald Trump wohlgesonnen sind.

Die juristische Grundlage für diese Warnung liefert ein aktuelles Gerichtsurteil, das Trumps Vorgehen gegen Anthropic für illegal erklärte. Der Richter stellte fest, dass die Exekutive ein Unternehmen nicht ohne transparente und rechtmäßige Grundlage von sicherheitsrelevanten Prozessen ausschließen darf.

Der demokratische US-Abgeordnete Greg Casar verschärfte die politische Kritik und warf Trump vor, beim Schutz vor KI-Gefahren völlig zu versagen und gleichzeitig Millionen von KI-Milliardären anzunehmen. Casar zieht damit eine direkte Verbindung zwischen finanziellen Zuwendungen aus der Tech-Branche und der mangelhaften Regulierung hochentwickelter Modelle.

Die Öffentlichkeit kann es sich nicht leisten, blind darauf zu vertrauen, dass Donald Trump in gutem Glauben handelt, wenn er auswählt, welche Frontier-Modelle rigoros getestet werden sollen. Das aktuelle System erlaubt es der Regierung, die Testkriterien geheim zu halten, was nach Ansicht von Protect Democracy die Gefahr politisch motivierter Auswahlentscheidungen erhöht.

Der Rechtsstreit zielt darauf ab, die geheimen Regeln offenzulegen, nach denen Bundesbehörden Sicherheitstests durchführen. Sollte das Gericht der Argumentation folgen, müsste die Administration ihre Auswahlverfahren für Sicherheitsüberprüfungen transparent machen und könnte nicht länger einzelne Firmen ohne Begründung ausschließen oder bevorzugen.