NVIDIA arbeitet mit Oracle und dem US-Energieministerium zusammen, um den größten KI-Supercomputer des Ministeriums für wissenschaftliche Entdeckungen zu bauen. Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA, bezeichnete die Initiative als den Apollo-Moment dieser Generation und betonte, dass Amerika im Wettlauf um die Zukunft an der Spitze stehen müsse.
Ein zentraler Baustein der neuen Infrastruktur ist das Solstice-System, das mit rekordverdächtigen 100.000 NVIDIA Blackwell GPUs ausgestattet wird. OpenAI hat sich zudem zu umfangreichen Bereitstellungen von NVIDIA-KI-Infrastruktur bis 2030 verpflichtet, die etwa 12 Gigawatt NVIDIA-Rechenleistung repräsentieren.
Parallel dazu kündigte NVIDIA den Aufbau eines KI-Fabrik-Forschungszentrums bei Digital Realty in Virginia an, das von der kommenden Vera-Rubin-Plattform betrieben wird. Für die Energieversorgung sichert sich das Unternehmen gemeinsam mit SB Energy exklusive LPS-Kapazität auf dem PORTS-Pike Technology Campus in Portsmouth, Ohio.
NVIDIA unterstützt die LPS-Infrastruktur in PORTS-Pike für etwa 4 Gigawatt über eine Laufzeit von 20 Jahren. Die Summe der Zusagen unterstreicht eine konzertierte Strategie, Rechenkapazität im Gigawatt-Maßstab langfristig an US-Standorten zu bündeln.
Mit dem Supercomputer entsteht ein staatlich verankertes Instrument für Grundlagenforschung, das zugleich die industriepolitische Dimension der KI-Infrastruktur sichtbar macht. Der Apollo-Vergleich rahmt die Investitionen als nationale Priorität, die über einzelne Unternehmensinteressen hinausweist.
Die 100.000 Blackwell-GPUs im Solstice-System markieren eine neue Größenordnung für einzelne Rechencluster. Die exklusive Sicherung von LPS-Kapazität in Ohio zeigt, dass die Energieversorgung zum entscheidenden Engpassfaktor für KI-Fabriken wird.
Das Forschungszentrum in Virginia soll als Testumgebung für die nächste Chip-Generation dienen und die Brücke zwischen heutiger Blackwell-Architektur und künftigen Plattformen schlagen. Die 20-jährige Laufzeit der Energievereinbarung signalisiert einen Planungshorizont, der weit über aktuelle Produktzyklen hinausreicht.
OpenAIs Verpflichtung über 12 Gigawatt macht das Unternehmen zu einem der größten Abnehmer der neuen Infrastruktur und verknüpft das Projekt mit den Bedarfen kommerzieller KI-Entwickler. Ein konkreter Zeitplan für die Inbetriebnahme des Supercomputers wurde bislang nicht genannt.
