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KI-Smartphones verdrängen Billig-Geräte: Speicherpreise explodieren
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KI-Smartphones verdrängen Billig-Geräte: Speicherpreise explodieren

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Laut Omdia brechen Billig-Smartphones unter 400 Dollar um 22 Prozent ein, während Apple und Samsung 42 % Marktanteil erreichen – das sollten KMU jetzt wissen.

Im zweiten Quartal 2025 haben Apple und Samsung laut Omdia gemeinsam 42 Prozent des globalen Smartphone-Marktes erobert, während der Gesamtmarkt um 4 Prozent schrumpfte. Das belegt die neueste Analyse von Omdia, über die Computerworld berichtet. Besonders das Segment der Geräte unter 400 Dollar wird voraussichtlich um 22 Prozent einbrechen.

Die Ursache sind explodierende Speicherpreise. Wie Omdia-Analyst Runar Bjorhovde erklärt, machen Arbeitsspeicher (DRAM) und Massenspeicher bei günstigen Geräten mittlerweile über 60 Prozent der Herstellungskosten aus. Die DRAM-Preise haben sich binnen eines Jahres vervierfacht bis verfünffacht – ein Kostentsunami, der kleine Anbieter aus dem Markt drängt. Während Branchenriesen wie der iPhone-Hersteller und der koreanische Marktführer durch ihre Einkaufsmacht bessere Konditionen aushandeln können, fehlt kleineren Herstellern dieser Hebel. Die Marktkonsolidierung beschleunigt sich: Apple konnte seinen Anteil im Jahresvergleich um 4 Prozentpunkte ausbauen, Samsung um 2 Prozentpunkte. Beide profitieren von der strategischen Verlagerung des Marktes von Volumen zu Wert. Bjorhovde betont, dass die meisten anderen Anbieter teils drastische Absatzrückgänge hinnehmen mussten. Tatsächlich hält der iPhone-Hersteller seine Verkaufspreise bislang konstant, was den Leidensdruck für Billiganbieter verschärft: Sie müssen mit ihren ohnehin dünnen Margen gegen unveränderte iPhone-Preise antreten, während ihre eigenen Herstellungskosten explodieren. Die im Frühjahr eingeführte iPhone e-Serie erweitert zusätzlich den adressierbaren Markt des iPhone-Herstellers und macht es für kleinere Player noch schwerer, über Stückzahlen Profit zu erzielen. Bjorhovde betont, dass die Anbieter deshalb ihre Portfolios von Volumen auf Wert umstellen und die Endkundenpreise anheben müssen. Zusätzlich entstehen neue Engpässe bei Halbleitern, etwa in der Fertigung, die die Kosten weiter hochtreiben.

Was bedeutet das konkret für Ihren Betrieb?

Viele Mittelständler setzen für Außendienst, Logistik oder die Werkhalle auf preiswerte Android-Geräte unter 400 Dollar. Mit dem Verschwinden der Billig-Smartphones steigen nicht nur die Anschaffungskosten um voraussichtlich 22 Prozent, sondern auch das Lieferrisiko. Wenn kleinere Anbieter aufgeben oder ihr Portfolio bereinigen, werden Ersatzteile und Sicherheitsupdates knapp. Zudem droht eine Welle von Firmenübernahmen, die das Angebot weiter ausdünnen könnte. Die geplanten Geräteflotten geraten unter Kostendruck, weil die gewohnten Einstiegsmodelle ersatzlos gestrichen werden. Zudem verschärft sich der Preisdruck auf Komponenten weiter, denn OpenAI plant laut der Klageschrift des iPhone-Herstellers ein eigenes KI-Smartphone für 2027. The Verge berichtet, der iPhone-Hersteller werfe OpenAI vor, unrechtmäßig Geschäftsgeheimnisse genutzt zu haben, um Hardware zu entwickeln. Dieser neue Wettbewerber könnte ab 2027 zusätzliche Nachfrage nach Speicher, Prozessoren und Fertigungskapazitäten erzeugen und die Komponentenpreise branchenweit verteuern. Einzig der Markt für wiederaufbereitete Geräte (Refurbished) bleibt eine verlässliche Alternative, wie die Omdia-Daten zeigen. Dort sind gebrauchte High-End-Modelle zu stabilen Preisen verfügbar, und die Verfügbarkeit wächst.

Mittelfristig müssen Unternehmen mit weiter steigenden Endgerätepreisen rechnen. Omdia erwartet, dass der durchschnittliche Verkaufspreis über alle Segmente hinweg in den kommenden zwölf Monaten klettern wird. Der iPhone-Hersteller wird im September neue Pro- und Ultra-iPhones vorstellen, was diesen Trend beschleunigen dürfte. Die juristischen Auseinandersetzungen verschärfen die Unsicherheit: Laut The Verge wirft der iPhone-Hersteller dem ChatGPT-Entwickler unter anderem vor, ehemalige Mitarbeiter aufgefordert zu haben, Bauteile und unveröffentlichte Prototypen zu Vorstellungsgesprächen mitzubringen. Der KI-Anbieter plant angeblich ein eigenes KI-Telefon für 2027, was den Kampf um knappe Speicher und Prozessoren weiter anheizt. Die Kartellklage von Elon Musk gegen den iPhone-Konzern und den ChatGPT-Anbieter, über die Ars Technica berichtet, zeigt, wie rau der Wettbewerb um KI-Integrationen geführt wird. Gleichzeitig könnte das wachsende Misstrauen gegenüber US-Tech-Unternehmen in einigen Märkten zu einer Fragmentierung führen, was die Beschaffung internationaler Geräteflotten erschwert. Für den betrieblichen Einkauf bedeutet das: Beschaffungsstrategien müssen jetzt an die veränderte Hardware-Landschaft angepasst werden, bevor das Billigsegment endgültig wegbricht und die Alternativen teurer werden.
💡 Handlungsempfehlung: Ersetzen Sie auslaufende Billig-Modelle proaktiv durch zertifizierte Refurbished-Smartphones, um die von Omdia prognostizierte Kostensteigerung von 22 Prozent im Niedrigpreissegment abzufedern und Lieferengpässe zu vermeiden.

Haeufige Fragen

Warum werden günstige Smartphones derzeit so stark vom Markt verdrängt?

Die Arbeitsspeicher-Preise (DRAM) haben sich laut Omdia binnen eines Jahres vervierfacht und machen bei Geräten unter 400 Dollar über 60 Prozent der Herstellungskosten aus; kleine Hersteller können diese Kosten nicht tragen und geben auf, während Apple und Samsung ihren Marktanteil ausbauen.

Wie wirkt sich Apples Klage gegen OpenAI auf den Smartphone-Markt aus?

Laut The Verge wirft Apple OpenAI vor, Geschäftsgeheimnisse für eigene Hardware-Pläne missbraucht zu haben. OpenAI plant offenbar ein KI-Telefon für 2027, was den Wettbewerb um Komponenten weiter verschärfen und die Preise zusätzlich treiben dürfte.

#MittelstandIT#SmartphoneMarkt#Refurbished#Speicherpreise

Quellen — nachprüfbar

www.computerworld.comwww.computerworld.comwww.theverge.com