KI-News
TSMC mit Rekordumsatz im zweiten Quartal: KI-Nachfrage als Treiber
Der taiwanesische Chipauftragsfertiger TSMC hat im zweiten Quartal 2025 einen Rekordumsatz erzielt, der um 36 Prozent über dem Vorjahresniveau liegt. Wie das Unternehmen bei der Vorlage seiner Quartalszahlen mitteilte, bewegt sich der Umsatz am oberen Ende der eigenen Prognose, die zwischen 39 und 40,2 Milliarden US-Dollar lag und im April ausgegeben wurde. Der Anstieg ist nach Unternehmensangaben vor allem auf die starke Nachfrage nach Anwendungen im Bereich künstliche Intelligenz zurückzuführen, die weiter angeheizt wird durch Investitionen großer Cloud- und Rechenzentrumsbetreiber.
TSMC ist mit einem Weltmarktanteil von rund 60 Prozent der größte unabhängige Auftragsfertiger für Halbleiter. In der Branche spricht man von einer Foundry, also einem Hersteller, der Chips im Auftrag anderer Konzerne produziert, ohne eigene Produkte unter eigenem Markennamen zu vertreiben. Zu den wichtigsten Kunden gehören Nvidia und Apple, die beide keine eigenen Fertigungsanlagen betreiben und ihre Chip-Entwürfe direkt an den Auftragsfertiger übergeben. Besonders gefragt sind derzeit Verfahren in der modernen Chipfertigung mit Strukturbreiten von 3 und 5 Nanometern, die in KI-Beschleunigern, Hochleistungs-Grafikprozessoren und aktuellen Smartphone-Prozessoren zum Einsatz kommen. Seit dem KI-Boom Ende 2022 verändert sich die Nachfrage nach Hochleistungschips grundlegend: Rechenzentrumsbetreiber, Cloud-Anbieter und Hyperscaler treiben den Bedarf an spezialisierter Hardware massiv nach oben, was die freien Kapazitäten der gesamten Halbleiterbranche zunehmend bindet und gleichzeitig klassische Anwendungsbereiche wie Automotive oder Industrieelektronik unter Versorgungsdruck setzt. Die Folge: Auch Branchen, die nicht direkt von KI-Anwendungen abhängen, müssen sich auf längere Wartezeiten bei Standardbausteinen einstellen.
Was bedeutet das konkret für Ihren Betrieb?
Auch wenn der taiwanesische Konzern überwiegend Großkunden bedient, wirken die Entwicklungen direkt auf mittelständische Unternehmen in Deutschland zurück. Wer Komponenten aus den Bereichen Industrieautomatisierung, Medizintechnik oder Embedded Systems bezieht, spürt die Knappheit bei ausgelasteten Fertigungslinien an steigenden Lieferzeiten und höheren Stückpreisen. Mittelständler, die KI-Funktionen in ihre Produkte integrieren möchten, müssen zudem einkalkulieren, dass Lieferengpässe bei Hochleistungschips kurzfristig kaum aufgelöst werden und dass auch Zulieferer der Chiphersteller von der engen Auftragslage betroffen sind. Eine frühzeitige Komponentenplanung, langfristige Lieferverträge und der Aufbau zweiter Bezugsquellen gewinnen damit strategisch an Bedeutung.
Für das laufende dritte Quartal rechnet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge mit einem weiter steigenden Umsatz und einer anhaltend hohen Auslastung der fortgeschrittenen Fertigungskapazitäten. Branchenbeobachter erwarten, dass die angekündigten Milliardeninvestitionen in neue Werke unter anderem im US-Bundesstaat Arizona und in Japan mittelfristig für eine Entspannung sorgen könnten. Bis dahin bleibt der Chipmarkt ein zentraler Engpassfaktor für die gesamte Wertschöpfungskette und damit ein Thema, das die mittelständische Industrie über mehrere Quartale hinweg beschäftigen wird — wobei der genaue Zeitpunkt zusätzlicher Kapazitäten vom Tempo der Werksgenehmigungen und vom Fachkräfteaufbau in den Zielregionen abhängt.
TSMC ist mit einem Weltmarktanteil von rund 60 Prozent der größte unabhängige Auftragsfertiger für Halbleiter. In der Branche spricht man von einer Foundry, also einem Hersteller, der Chips im Auftrag anderer Konzerne produziert, ohne eigene Produkte unter eigenem Markennamen zu vertreiben. Zu den wichtigsten Kunden gehören Nvidia und Apple, die beide keine eigenen Fertigungsanlagen betreiben und ihre Chip-Entwürfe direkt an den Auftragsfertiger übergeben. Besonders gefragt sind derzeit Verfahren in der modernen Chipfertigung mit Strukturbreiten von 3 und 5 Nanometern, die in KI-Beschleunigern, Hochleistungs-Grafikprozessoren und aktuellen Smartphone-Prozessoren zum Einsatz kommen. Seit dem KI-Boom Ende 2022 verändert sich die Nachfrage nach Hochleistungschips grundlegend: Rechenzentrumsbetreiber, Cloud-Anbieter und Hyperscaler treiben den Bedarf an spezialisierter Hardware massiv nach oben, was die freien Kapazitäten der gesamten Halbleiterbranche zunehmend bindet und gleichzeitig klassische Anwendungsbereiche wie Automotive oder Industrieelektronik unter Versorgungsdruck setzt. Die Folge: Auch Branchen, die nicht direkt von KI-Anwendungen abhängen, müssen sich auf längere Wartezeiten bei Standardbausteinen einstellen.
Was bedeutet das konkret für Ihren Betrieb?
Auch wenn der taiwanesische Konzern überwiegend Großkunden bedient, wirken die Entwicklungen direkt auf mittelständische Unternehmen in Deutschland zurück. Wer Komponenten aus den Bereichen Industrieautomatisierung, Medizintechnik oder Embedded Systems bezieht, spürt die Knappheit bei ausgelasteten Fertigungslinien an steigenden Lieferzeiten und höheren Stückpreisen. Mittelständler, die KI-Funktionen in ihre Produkte integrieren möchten, müssen zudem einkalkulieren, dass Lieferengpässe bei Hochleistungschips kurzfristig kaum aufgelöst werden und dass auch Zulieferer der Chiphersteller von der engen Auftragslage betroffen sind. Eine frühzeitige Komponentenplanung, langfristige Lieferverträge und der Aufbau zweiter Bezugsquellen gewinnen damit strategisch an Bedeutung.
Für das laufende dritte Quartal rechnet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge mit einem weiter steigenden Umsatz und einer anhaltend hohen Auslastung der fortgeschrittenen Fertigungskapazitäten. Branchenbeobachter erwarten, dass die angekündigten Milliardeninvestitionen in neue Werke unter anderem im US-Bundesstaat Arizona und in Japan mittelfristig für eine Entspannung sorgen könnten. Bis dahin bleibt der Chipmarkt ein zentraler Engpassfaktor für die gesamte Wertschöpfungskette und damit ein Thema, das die mittelständische Industrie über mehrere Quartale hinweg beschäftigen wird — wobei der genaue Zeitpunkt zusätzlicher Kapazitäten vom Tempo der Werksgenehmigungen und vom Fachkräfteaufbau in den Zielregionen abhängt.
💡 Handlungsempfehlung: Vereinbaren Sie noch in dieser Woche mit Ihren wichtigsten Halbleiter-Zulieferern verbindliche Lieferzusagen für das dritte und vierte Quartal und bauen Sie parallel mindestens eine alternative Bezugsquelle für Ihre kritischsten Logikbausteine auf.